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2007 – 2008 – Wie alles begann

11. Februar 2007, Sonntag, kalt, trüb.
Drei Typen kommen von nun an in einem runtergerockten Schulkeller zusammen, um mal richtig einen raus zu hauen. Trotz (oder vielleicht auch gerade wegen) äußerst überschaubarem handwerklichen Können entstehen relativ schnell einige „Songs“ mit eingehenden Titeln wie:

„Hörsturz“
„Alle gegen alle“
„Wer hat der Mandy den Popo rasiert“
„Suff und immer druff“

Sogar Oli hat damals, neben seinem Job an der Gitarre, notgedrungen einige Versuche am Mikro gewagt!
Maik war am Viersaiter eingeteilt und Sille sorgte für ordentlich Spähne hinter´m Kessel.
Ab 2008 fanden wir jedoch mit David jemanden, der uns die nächsten zwei Jahre brüllend zur Seite stand.
Zum Glück haben es die meisten Kreationen bisher nicht auf eine unserer Platten geschafft.
Einer der ersten Songs jedoch sehr wohl, wenn auch erst knapp zehn Jahre später! Bier holen, Anlauf nehmen und rein ins Pogo! Bühne auf für:
https://www.youtube.com/watch?v=ifp3WiEBLYE

2009 – Die erste Single

Wir machten uns also auf, die musikalische Welt zu erkunden. Und hatten dabei einige Wechsel vollzogen.
Jule übernahm den Bass von Mike, Martin den Gesang von David.
Wir mieteten uns endlich einen richtigen Proberaum, suchten uns zwei halbwegs vernünftige Songs raus und rotzten diese an einem Wochenende im Frühjahr 2009 in die Boxen eines Keller-Studios in Leipzig Altlindenau. Fertig war unsere Demo „Ein erster Schlag“.
Aus heutiger Sicht unhörbar, damals für uns das achte Weltwunder. Wir haben die Songs „Systemproblem“ und „Keine Träne wert“ nochmal 2012 und dann sogar nochmal 2017 neu eingespielt und damit auf der späteren „Alea Iacta Est“ verewigt.
Für ein wenig Live-Feeling, Vorhang auf für:
https://www.youtube.com/watch?v=smawuVd0Xw8

2010 – 2011 – Der erste Gig

Am 29.01.2010 ein weiterer denkwürdiger Moment für eine Band: Unser erster Auftritt!
Leipzig, Eutritzsch, Geyserhaus. Trotz der Vermutung, dass uns keine Sau kennt oder sehen will, war die Bude mit ca. 50 Verrückten fast ausverkauft und die Atmosphäre kuschelig punkig! Das Fazit des Betreibers nach knapp 70 Minuten des Besten, was wir damals zu bieten hatten: „Das hatte ich noch nie, hier sieht´s aus wie in ´nem Punkschuppen!“ Es folgte ein weiterer Gig im Geyserhaus sowie ein unterirdisch schlecht besuchter im dennoch wunderschönen Lienz in Österreich.
Einige Fotos zeigen, dass die Aftershow-Party mehr bot, als die eigentliche Show. Drauf geschissen, es war ausgezeichnet! Und es folgten weitere Gigs in 2010.
2011 stand ganz im Zeichen von neuen Songs und letztlich der Vorbereitung auf unser erstes Album.
Auch dieser Song war letztlich darauf enthalten und hat durchaus etwas Aufmerksamkeit verdient:
https://www.youtube.com/watch?v=C2N9Ngqc_go

2012 – Das erste Album

Juni, fast durchgehend geiles Wetter, Sommer, Sonne und im Studio einschließen.
So verbrachten wir also alle unseren 14-tägigen Sommerurlaub hinter den Wänden eines Studios in Leipzig Plagwitz, unweit des ersten Proberaums. Wieder eine neue Erfahrung, der wir möglichst gut vorbereitet, aber letztlich doch ziemlich unwissend begegnet sind. Nach fünf Jahren Band-Dasein wurde es aber auch Zeit, mal was Richtiges in den Händen zu halten! Zehn Songs galt es also einzuspielen, um die Erstauflage der „Alea Iacta Est“ zum Leben zu erwecken.

1. Intro
2. Ein erster Schlag
3. Was kostet die Welt
4. Systemproblem
5. Keine Träne wert
6. Mach draus, was draus zu machen ist
7. Dass du es bist
8. Kontra Fortschritt
9. Denken nicht erwünscht
10. Heute sind wir mal vernünftig

Mehr als zehn Jahre ist das mittlerweile her und ein wichtiger Baustein auf unserem Weg, der zum ersten Mal hörbar gemacht hat, was wir vorher nur im Proberaum zusammengeschustert oder live zum Besten gegeben haben. Einige Evergreens halten sich tatsächlich bis heute und machen live mächtig Alarm.
Ein Song soll hier erwähnt sein, der leider an Aktualität nicht verloren hat:
https://www.youtube.com/watch?v=UDLNxH5iTJk

2013 – Die große Bühne

18.01.2013, es ist soweit! „Alea Iacta Est“ erblickt das Licht der Welt!
Handgemachter kann ein Album kaum sein, Aufnahmen ohne viel Schnick Schnack, Layout und Artwork in Eigenregie, jedes verkaufte Exemplar mit Liebe eingepackt und auf die Reise geschickt… Apropos Reise: Auch die ging für uns als Band weiter. Und wie!
Eine der versandten CDs ging auch an das Management eines bestimmten Musikers, der wohl so manchem unter dem Namen Kevin Russell bekannt sein dürfte.
Der (damals ehemalige) Sänger der Onkelz tourte mit seiner (damals neuen) Band Veritas Maximus durch Deutschland. Im März 2013 klingelt völlig unverhofft Olis Telefon und wir mussten uns schon mehrmals unsere Augen und Ohren reiben: Plötzlich standen wir als Support Act für das Leipzig Konzert am 25.05.2013 auf dem Zettel! Dezente Panik machte sich breit, die aber sehr bald von Vorfreude überrannt wurde. Diesem Gig folgte, ebenfalls recht spontan, noch ein weiterer als Support Act für Veritas Maximus. 02.11.2013, Karlsruhe, Schwarzwaldhalle.
Geiler Scheiß! Und Vollgas vom ersten bis zum letzten Ton!
Mit von der Partie war auch dieser Song unseres ersten Albums:
https://www.youtube.com/watch?v=aIlZeKsjEiI

2014 – 2016 – Der Name ist Programm

Was wäre die Band Rückschlag ohne Rückschläge?
Trotz des Rückenwindes aus 2013 konnten wir nur schwer anknüpfen. Auch, weil die einzelnen Wege sich teilweise mehr und mehr von der Musik entfernt haben.
Ein kurzzeitiger Besetzungswechsel mit Erik an den Drums und Silles Wechsel an den Gesang ermöglichte uns nach Martins Abschied wenigstens zwei Gigs in 2014, bevor wir endgültig auf den Ursprung und den Kern von allem zurückgefallen sind: Oli und Sille. Nachdem wir im Laufe der Zeit unseren neuen zweisamen, einsamen Weg gefunden hatten, starteten wir mit dem Arrangement und der Vorproduktion des zweiten Albums. In der Besetzung aus Oli an Bass und Gitarre und Sille an den Drums und am Mikro kam tatsächlich einiges an brauchbarem Material zusammen. An Auftritte oder „Proben“ im eigentlichen Sinne war natürlich nicht zu denken. Daher lag der Fokus auf den oben genannten, neuen Songs. Der Titel des nächsten Albums war schon damals in Anbetracht der Umstände vorbestimmt: „Harte Zeiten“ Ende 2016 hatte die Zweisamkeit zum Glück ein Ende und wir konnten wieder angreifen!
Ab hier kommt Kevin an den Drums ins Spiel…
Einer seiner Favorites der „Harte Zeiten“:
https://www.youtube.com/watch?v=uNJnwBvx9hk

2017 – I – Der zweite Streich

Nach Kevins Einstieg konnten wir schnell wieder Fahrt aufnehmen. Gemeinsam wieder die Instrumente anschlagen zu können, war befreiend und setzte so einige Prozesse in Gang! Sille räumte endgültig den Drum-Hocker und wechselte, neben dem Gesang, an den Bass.
Und so ging es nun darum, die Songs zu finalisieren und (mal wieder) in kompletter Eigenregie die „Harte Zeiten“ einzuspielen. Alles im Proberaum und ausschließlich mit den Mitteln, die wir damals hatten.

1. Wenn sich die Zeiten wenden
2. Du lebst deine Lüge
3. Der Schein der trügt
4. Alle gegen alle
5. Rebellen auf der Couch
6. Intermezzo
7. Du gegen dich
8. Ich könnte kotzen
9. Alea Iacta Est
10. Das, was bleibt
11. Du bist vergessen
12. Kinder eurer Feinde
13. Aus und vorbei

Am 19.05.2017 kam die Scheibe mit 13 Songs raus und deckt doch ein recht breites Spektrum ab, von Punk über Rock ´n Roll bis hin zur Akustik-Nummer „Rebellen auf der Couch“. Sehr viel Mühe haben wir auch ins Artwork gesteckt, welches auch ein 16-seitiges Booklet umfasst.
Diesen ziemlich gelungenen Song der Platte solltet ihr euch mal reinziehen:
https://www.youtube.com/watch?v=z7G8f3keCCI

2017 – II – aus alt mach neu

Wir nahmen nicht nur musikalisch im Sinne von Songs und Konzerten Fahrt auf, seitdem wir wieder als vollständige Band unterwegs waren. Auch haben wir uns verstärkt über unsere mediale Präsenz Gedanken gemacht und diese step by step ausgebaut. Das erste Musikvideo überhaupt entstand zum Song „Du lebst deine Lüge“, damals noch im alten Proberaum von Kevin. Zwei LED-Scheinwerfer auf den Boden gestellt, die Wände mit schwarzen Laken abgehangen, fertig war die Kulisse. Für´s Album hatten wir Fotoshootings und veröffentlichten einen Teaser, um die Neugier zu wecken.
Auch versuchten wir, mit Flyern, Radiointerviews, Promo-Aktionen und sonstigem Kram den Hörerkreis stetig zu erweitern.
Live fingen wir wieder an, aktiv zu werden und hatten in der zweiten Jahreshälfte eine Handvoll Auftritte.
Zum Jahresende 2017 standen für uns noch zwei große Ereignisse an:
Zum einen war da die komplette Neuaufnahme und Neuveröffentlichung des ersten Albums „Alea Iacta Est“.
Warum das Ganze?
Die Scheibe sollte einfach den Drive und das neue Bandgefüge mitbekommen, das in diesem Jahr entstanden ist. Das hat den Songs neues Leben eingehaucht und eine große Schippe Qualität draufgepackt. „Alea Iacta Est“ erschien am 07.12.2017 erneut, mal wieder komplett in Selbstarbeit und unter eigener Flagge.
Passend dazu feierten wir kurz danach den ersten Jahresabschluss im Hellraiser Leipzig! Das war ein Fest!
Auch dieser tiefsinnige Song wurde dort zum Besten gegeben:
https://www.youtube.com/watch?v=CRnKVH1hZcc

2018/2019 – Rückschlag Live

Gepusht durch die beiden Album Veröffentlichungen aus 2017, haben wir auch live mehr und mehr Fahrt aufgenommen.
So waren 2018 und 2019 die Jahre mit den meisten Gigs und das deutschlandweit.
Auch das eine oder andere bekannte Festival sowie zwei fulminante Jahresabschluss-Konzerte waren Teil der Story!
Gekrönt wurde das Jahr 2019 durch das Release unseres dritten Albums „Niemals so wie ihr“.

2019 – „Niemals so wie ihr“

Es wurde Zeit für was Neues. Seit den Veröffentlichungen von „Alea Iacta Est (Neuauflage)“ und „Harte Zeiten“ haben wir uns natürlich auch inhaltlich und musikalisch entweder neu ausgerichtet oder einfach weiterentwickelt.

„Niemals so wie ihr“ erblickte am 27.09.2019 das Licht der Welt und geht inhaltlich und musikalisch teilweise deutlich mehr in die Breite als seine Vorgänger. Typische „Hau drauf – Nummern“ fehlen natürlich nicht, jedoch finden auch sehr persönliche Songs ihren Platz auf der Scheibe, ebenso wie selbstironische und vom Pathos getragene Nummern und, wie sollte es anders sein, eine deftige Portion Gesellschaftskritik.

Das bis dahin ausgereifteste Machwerk aus unserem Hause (ja, auch die Scheibe ist im Proberaum entstanden) macht uns heute noch mächtig stolz, beinhaltet es doch 13 Songs, die uns aus der Seele sprechen:

1. Wir stehen hier
2. Ich lass dich leiden
3. Niemals so wie ihr
4. Vom Rest und deinem Ende
5. Ich lass mich nicht allein
6. Schöne bunte Werbewelt
7. Schon lang nicht mehr
8. Internet
9. Ich bin was du willst
10. An den Blick nach vorn
11. Was uns verbindet
12. Liebe meines Lebens
13. Outro

Feierlich begrüßt wurde das Ding bei unserem Release Konzert am 05.10.2019. Mit dabei waren die sagenhaften Typen von MuT und Scheissdrauf, die den Abend für uns zu etwas ganz Besonderem gemacht haben!

Hier der Titelsong des Albums:
https://www.youtube.com/watch?v=OiK4CmpV8Jw

2020/2021 – Am Ende wieder auf Anfang

Ende 2019 bahnte sich seinen Weg, was niemand auch nur annähernd als so einschneidend, langwierig und bedrückend auf dem Zettel hatte, wie es am Ende werden sollte. Corona fegte durch´s Land und ließ das normale Leben mit allem, was es ausmacht, weit in den Hintergrund rücken. Das galt auch und vor allem für die Kultur. Ein weiterer Rückschlag (da haben wir es wieder) war im März 2020 für uns Kevins Entscheidung, die Band zu verlassen.
So standen wir also wieder in der Ursprungsformation da, Oli an der Gitarre, Sille am Rest.
Doch der Vorteil in dieser Zeit war, dass bereits einiges an Material in der Schublade war, was weiter bearbeitet werden wollte. Auch technisch waren wir wesentlich besser aufgestellt und konnten bspw. jeder in den eigenen vier Wänden aufnehmen, an Spuren rumbasteln und Dinge programmieren, die uns im echten Leben gefehlt haben. So entstand eine gute Auswahl an Songs, mit der wir gut motiviert die Produktion zum vierten Album anpeilten.
Im „Studio 156“, damals noch in Dessau, waren wir letztlich ab Oktober 2021 und machten dort, auch mithilfe von Koppi (Grüße gehen raus an dich!), einen großen Schritt nach vorn. Sei es Komposition, Arrangement, ein paar aufgeblasene Effekte oder Feinschliff am Sound. Es war relativ schnell klar: Das Ding wird amtlich! Und so sollte es letztlich auch kommen.

Diskografie

Niemals so wie ihr (2019)



1. Wir stehen hier
2. Ich lass dich leiden
3. Niemals so wie ihr
4. Vom Rest und deinem Ende
5. Ich lass mich nicht allein
6. Schöne bunte Werbewelt
7. Schon lang nicht mehr
8. Internet
9. Ich bin was du willst
10. An den Blick nach vorn
11. Was uns verbindet
12. Liebe meines Lebens
13. Outro

Alea Iacta Est (2017)



1. Intro
2. Ein erster Schlag
3. Was kostet die Welt
4. Systemproblem
5. Keine Träne wert
6. Mach draus, was draus zu machen ist
7. Dass du es bist
8. Kontra Fortschritt
9. Denken nicht erwünscht
10. Heute sind wir mal vernünftig

Harte Zeiten (2017)



1. Wenn sich die Zeiten wenden
2. Du lebst deine Lüge
3. Der Schein der trügt
4. Alle gegen Alle
5. Rebellen auf der Couch
6. Intermezzo
7. Du gegen dich
8. Ich könnte kotzen
9. Alea Iacta Est
10. Das, was bleibt
11. Du bist vergessen
12. Kinder eurer Feinde
13. Aus und vorbei

Alea Iacta Est (2013)



1. Intro
2. Ein erster Schlag
3. Was kostet die Welt
4. Ein erster Schlag
5. Keine Träne wert
6. Mach draus, was draus zu machen ist
7. Dass du es bist
8. Kontra Fortschritt
9. Denken nicht erwünscht
10. Heute sind wir mal vernünftig

Ein erster Schlag (2010)



1. Keine Träne wert
2. Systemproblem